Krank durch unterlassenes Bekenntnis zu Jesus

Viele Christen antworten auf die Frage: „Bist du gerettet?“, mit „Ja.“ Aber auf die Frage: „Bist du glücklich?“ müssen sie sagen: „Nein!“ Es gibt natürlich mancherlei Ursachen für diesen kranken Zustand. Eine der häufigsten ist das unterlassene Bekenntnis der empfangenen Gnade: „Mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit“ – das ist eine Wahrheit. „Mit dem Munde wird bekannt zum Heil!“ – das ist eine andere Wahrheit (Röm. 10,10). Die Freude des Heils fehlt da, wo das Bekenntnis der Lippen gegenüber den Kindern der Welt aus Menschenfurcht versäumt wird! Wo es aber aus freudigem, dankbarem Herzen stattfindet, da bekennt der Herr Jesus den Namen Seines Bekenners vor dem Vater und sendet Freude und Kraft ins Herz!

Wie wichtig ist es, dass Neubekehrte ohne Aufschub die erlebte Gnade und die erfahrene Rettung in ihrer Familie und Verwandtschaft, vor ihren Freunden und Berufsgenossen bekennen. Ja, dass sie sich durch ein ganz verändertes Verhalten klar auf die Seite des Herrn Jesu stellen. „Kommt her, hört zu, ihr alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was Er an meiner Seele getan hat!“ (Ps. 66,16) Jeder Tag, um welchen dieses Bekenntnis aufgeschoben wird, macht es schwerer. Am ersten Abend sollte ein gläubiger Lehrling in der neuen Stellung vor den Augen des unbekehrten Schlafgenossen seine Knie an seinem Bett beugen, ehe er zur Ruhe geht – am ersten Tag sein stilles Tischgebet beim Essen halten und seine Bibel lesen, sobald er freie Zeit dazu hat! So in allen Lebensverhältnissen: gläubige Schüler und Schülerinnen, gläubige Arbeiter, Ärzte, Regierungsbeamte, usw. Es gibt kein Herzensglück, keinen Frieden, keine Kraft für ein Gotteskind ohne ein freudiges, klares Bekenntnis zu unserem herrlichen Heiland! Als Jesus den Besessenen aus seinen furchtbaren Ketten und Qualen befreit hatte und dieser Ihm so dankbar war, da sprach Er zu ihm: „Geh in dein Haus, zu den Deinen, und verkündige ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich über dich erbarmt hat!“ (Mk. 5,19)

„Ich will den HERRN preisen allezeit, sein Lob soll immerzu in meinem Mund sein. Meine Seele rühme sich des HERRN; die Elenden sollen es hören und sich freuen.“ (Ps. 34,2-3) Es ist ein falscher Rat, wenn man Neubekehrten sagt: „Sei nur ganz still! Lass die Menschen an deinem Wandel merken, dass du bekehrt bist!“ Natürlich ist der Wandel entscheidend; aber das klare Bekenntnis der Lippen gehört dazu! Eins bestätigt das andere. Wohl gibt es vorlaute Naturen, die mit dem Munde sehr schnell dabei sind, während man klar sieht, dass es in ihrem Verhalten noch gar nicht stimmt! Solchen muss man allerdings sagen: „Rede nicht so viel, sondern zeige erst mal an deinem ganz veränderten Wesen und Tun, dass Jesus etwas an dir getan hat!“

Christen, welche ihren Glauben, ihre Rettung, die erfahrene Gnade ihres wunderbaren Herrn verschweigen, werden immer bedrückt und kraftlos sein!