Krank durch ungöttliche Verbindungen

Verlobung und Ehe mit einem unbekehrten Menschen, geschäftliche Verbindungen mit Unbekehrten in derselben Firma, Berufswahl ohne göttliche Zustimmung, Freundschaften mit Weltkindern, welchen gegenüber man das Zeugnis von Jesus unterlässt, um die Freundschaft nicht zu stören, das eigenwillige Eintreten in eine Stellung, in welcher man durch die Macht der Menschen zum Welt- und Sündendienst gezwungen wird – das alles bedeutet Verbindungen, welche im Widerspruch stehen mit dem Gnadenbunde, den der Herr mit Seinen Erlösten durch die Blutbesprengung geschlossen hat. Solche Freundschaften und Verbindungen berauben ein Gotteskind jener heiligen Freiheit, für die es freigemacht worden ist, nämlich: seinem Gott zu leben und zu dienen!

Das musste König Josaphat tief empfinden, als er durch seine Verschwägerung und Freundschaft mit dem gottlosen Ahab ins Kampfgedränge, in Niederlage, ja, in höchste Lebensgefahr geriet. Nur Gottes Hand brachte ihn noch heil heraus. Und der Prophet Jehu musste ihm den göttlichen Vorwurf aussprechen: „Solltest du so dem Gottlosen helfen und die lieben, welche den Herrn hassen?“ (2Chr. 19,2) Der Herr hat für Seine Geliebten einen ganz anderen Weg – den Weg des Geschiedenseins von Welt und Sünde, den Weg heiliger Weihe für Gott, heiliger Gemeinschaft mit Gott: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.“ (Ps. 1,1-3) Das ist gesundes Glaubensleben.

Aber ach, wie viele Gläubige kranken an ungöttlichen Verbindungen. Sie fühlen sich gezwungen, dies und jenes mitzumachen, um die Verwandten oder Bekannten, die Kollegen oder Vorgesetzten nicht zu beleidigen. Sie haben nicht die Kraft, „Nein!“ zu sagen. So wird man in das Wesen der Welt hineingezogen – je länger, je mehr. Man fühlt sich unter den entschiedenen Gotteskindern nicht mehr wohl; das Bekenntnis zu Jesus und zum entschiedenen Christentum unterbleibt, weil es nicht passt zu den Freunden, an die man sich gebunden hat. Wer der Orpa gleicht, kann nicht den Weg der Ruth gehen. Orpa kehrte zu ihrem Volke und zu ihren Göttern zurück. Ruth dagegen blieb von allem Alten gelöst um des Herrn, des lebendigen Gottes willen. Was sie zu ihrer gläubigen Schwiegermutter sprach, das möge unser Bekenntnis zu Jesus bleiben bis ans Ende: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen, und wo du bleibst, da will ich auch bleiben; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott!“ (Ruth 1,16)

Diese volle Entschiedenheit für den Herrn Jesus in allen Fragen und in allen Stücken ist der Weg des Segens. Diesen Weg ging Paulus: „Das sei ferne! Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, so stelle ich mich selbst als Übertreter hin. Nun bin ich aber durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, um für Gott zu leben. Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Gal. 2,19-20) Wird dieser klare Weg abgelehnt, so beginnt ein Christentum der Kompromisse, der Ausgleichsverhandlungen, des Nachgebens und des Gebundenseins an Menschen und an Verhältnisse. Solches Christentum ist krank und kraftlos; es fehlt ihm die Zeugenkraft, die Salzkraft, die Leuchtkraft!