Krank durch den Sorgengeist

Es gibt Kinder Gottes, die es noch nie gelernt haben, ihre Sorgen auf den Herrn zu werfen. Immer kreisen ihre Gedanken um die gerade vorliegenden Schwierigkeiten. Und vor allem meinen sie, für die Zukunft schon alles ordnen und bereithaben zu müssen. So machen sie sich hunderterlei Gedanken um Dinge, die doch nie so kommen werden, wie sie meinen. Wie unnötig quälen sie sich und andere durch diesen Sorgengeist. Wie sehr verunehren sie ihren großen, herrlichen Gott. Wie schaden sie ihrer Seele. Und dabei vermögen sie mit allem Sorgen noch nicht ein Haar weiß oder schwarz zu machen. „Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt und sauer erworbenes Brot esst; solches gibt Er seinem Geliebten im Schlaf!“ (Ps. 127,2)

An Gläubigen, die den Sorgengeist haben, kann der Heilige Geist nicht viel ausrichten; denn der Dornbusch der Sorge überwuchert die ganze Gedankenwelt und macht das Herz unfähig, das köstliche Wort Gottes in Ruhe aufzunehmen und eindringen zu lassen. Alsbald wird es erstickt durch die Sorgendornen. Sorgenvolle Gotteskinder kennen die Größe, Macht und Herrlichkeit ihres himmlischen Vaters nicht und lernen sie auch nicht kennen. Ihr Unglaube bindet Ihm die Hände, dass Er sie gar nicht so segnen und erfreuen kann, wie Er so gerne möchte: „Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.“ (Mt. 13,58) So wird aus ihnen nie das, was Gott in Seinem heiligen Liebesplan sich vorgenommen hatte, es sei denn, sie erkennen in aufrichtiger Beugung ihren Unglauben und ihre Torheit als Sünde und lassen sich freimachen.

Wie einfach ist doch der Weg zu Freiheit, Friede und Freude: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen; er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen!“ (Ps. 55,23) „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1Pt. 5,7) Wir haben Gotteskinder gekannt, die doch noch wirklich geheilt wurden vom Sorgengeist, die es spät doch noch lernten, ihrem herrlichen Gott zu vertrauen, Gutes und Großes von Ihm zu erwarten und zu erbitten. O, wie fröhlich wurden sie, wie reich in ihrem Gott. Welche ganz neuen Erlebnisse und Erfahrungen wurden nun ihrem Glauben zuteil; wie kostbar wurden ihnen nun all die Zusagen und Verheißungsworte ihres Herrn.